VEB Schienenschlacht
Didier Bauzière
VEB Schienenschlacht
Über den schwierigen Umgang der DDR-Publizistik mit der Deutschen Reichsbahn
Verlag IKS Garamond, Jena
ISBN 3-934601-40-5

 


Es war gestern. Nein, es war vorgestern.

Es war im vorigen Jahrhundert.

Es war im vergangenen Jahrtausend.

Es war einmal ein kleines Land, mitten in Europa. Und das Land besaß eine Eisenbahn. Und diese Eisenbahn war eine Reichsbahn, obwohl es schon längst nur noch eine Republik gab.

Es war eine Republik der Arbeiter und Bauern. Und die zahllosen Züge, die tagein und tagaus über die Gleise rollten, gehörten zu dem größten volkseigenen Betrieb dieses kleinen Landes, dessen einstmals 17 Millionen Einwohner es zunehmend vorzogen, sich anderer Eisenbahnen zu bedienen – und das für immer.

Die Menschen, die für diese Eisenbahn arbeiteten, vollbrachten jeden Tag wahre Schlachten, denn sie mussten gewissermaßen mit Bordmitteln den Betrieb ihrer Bahn aufrechterhalten. Als aber die »VEB Schienenschlacht« zu Ende war, bedurfte man ihrer kaum noch.

Sie sind als Arbeitslose oder Ruhestandsgeldempfänger zum Strandgut ihrer eigenen friedlichen Revolution geworden. Ihre Lebensleistung ist vergessen.

Das Land war die größte DDR der Welt.

Die Eisenbahn war die Deutsche Reichsbahn der DDR.

Und es war im vorigen Jahrhundert und auch im vorigen Jahrtausend.

Für die, die sich erinnern (wollen), war es gestern ...

 

 

 

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